05.04.2012
Bühlertal: Streit um Schulbustransfer soll bald beendet sein
Neuer Wendehammer bei der Dr.-Josef-Schofer-Schule nach Osterferien in Betrieb
Bühlertal: Lange gab es heftigen Streit in
der Gemeinde, über das Wie und Wo des
Schulbus-Transfers der Schüler, die die Dr.-
Josef-Schofer-Schule im Eichwald besuchen.
Der enge Wendehammer an der Zufahrt zur
Schule war bisher zu klein für die Busse.  
Zwei von ihnen mussten in der Eichwald-
straße vor einem Privathaus an einer
Haltestelle des ÖPNV halten, um die Schüler
ein- und aussteigen zu lassen.
Die verärgerten Anwohner und die warten-
den Fahrgäste der öffentlichen Busse
fühlten sich oft durch das provozierende
Verhalten der Schüler genervt, so dass eine
explosive Gemengelage entstand.
Nur ein kleineres Fahrzeug hatte die
Möglichkeit, in einem Zug wenden zu
können. Ein logischerweise Rückwärtsfahren
der größeren Fahrzeuge um besser herum
zu kommen, war aus Sicherheitsgründen
und versicherungstechnischen Belangen
 nicht angezeigt gewesen.
      Gemeindeverwaltung, Gemeinderat,
      Schulleitung, Elternvertreter und Anwohner
      waren bisher nicht gut aufeinander zu
sprechen. Jeder wies die Verantwortung für
die erforderliche Sicherheit der Schüler auf
dem kurzen Schulweg von sich. Die gibt es
nun mal nicht zum Nulltarif.
Zahlreiche Möglichkeiten wurden diskutiert
und wieder verworfen.
Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht.
Im Gemeinderat entschied man sich für
folgende Variante: Der Liebfrauenpfarrei
wird ein kleiner Teil ihres Gartengeländes
abgekauft und damit die gesamte Fahrbahn
verbreitert.
Am vergangenen Montag wurden mit den
ersten Bauarbeiten begonnen und heute soll
alles fertig werden.
Auf einer Länge von etwa 16 Metern und
einer Breite von vier Metern an der
breitesten Stelle wurde das Gelände
umgestaltet.
Damit entsteht ein Wendekreis von den
erforderlichen 18 Metern. Da kommt auch
der größte Schulbus in einem Zug herum,
so der verantwortliche Projektleiter, Norbert
 Graf, seines Zeichens Ortsbaumeister von
Bühlertal.
15.000 Euro waren für die Baumaßnahmen im Gemeindehaushalt eingeplant. Die reinen Baukosten belaufen
sich auf etwa 13.000 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für den Geländeerwerb durch die Gemeinde.
Die Liebfrauenpfarrei erhält eine Zufahrt zu ihrem Garten, so dass auch ein PKW mit Anhänger einfahren
kann. Somit sollen sich dort erforderliche Arbeiten weniger beschwerlich gestalten. Der steile Hang zum
Herrenweg wurde mit großen Findlingen im sogenannten Trockenmauerverfahren befestigt. Pflanzen und
Blumen sollen die rustikale Mauer in Zukunft überwuchern und somit soll sie harmonisch in das hügelige
Gelände eingegliedert werden. Die neue gewonnene Fläche wird mit Makadam aufgefüllt und der bestehen-
den Fahrbahn angeglichen. Außerdem erhält sie ein leichtes Gefälle, weg von der Mauer, so dass sich kein
schädliches Regenwasser stauen kann. Das ganze Projekt wird in nicht mal einer Woche von der
ausführenden Gartengestaltungsfirma umgesetzt.
Nach den Osterferien soll der vergrößerte Wendehammer in Betrieb genommen werden, so Norbert Graf. Das
beauftragte Busunternehmen wurde bereits bezüglich der dann veränderten Fahrtroute informiert. Bleibt zu
hoffen, dass dann wieder Frieden im Eichwald einkehrt.
Text: AHA
Wie das Wetter auch wird: buehlertal-wetter.de.
Der Wetterbericht von Bühlertal als Podcast (Audio-MP3): Http://www.podcast.de/podcast/48490
Der Wetterbericht von Bühlertal als Podcast (Audio-MP3): http://podster.de/view/12738
Aus dem Veranstaltungskalender der Gemeinde Bühlertal:
Sonntag: 08.04.2012, Beginn: ab 19:30 Uhr im Haus des Gastes
Ein Bagger war am Werk und hat ein Teil des Gartens der
Liebfrauenpfarrei im Eichwald umgestaltet. Ein Ausbau des
Wendehammers zur Dr.-Josef-Schofer-Schule machte dies
erforderlich.
    Foto: AHA
Ein Bagger war am Werk und hat ein Teil des Gartens der Liebfrauenpfarrei im Eichwald umgestaltet. Ein Ausbau des Wendehammers zur Dr.-Josef-Schofer-Schule machte dies erforderlich. Eine Trockenmauer aus Findlingen schützt künftig den Hang zum Herrenweg im Eichwald vor dem Abrutschen. Im Zuge des Wendehammerausbaus war dies erforderlich .
Eine Trockenmauer aus Findlingen schützt künftig den Hang
zum Herrenweg im Eichwald vor dem Abrutschen. Im Zuge
des Wendehammerausbaus war dies erforderlich     Foto: AHA