02.03.2012
Bühlertal: Der Krokus als Frühlingsbote
Im Eichwald zeigen sich die ersten Exemplare und läuten das Winterende ein
Bühlertal: Zwischen den Grashalmen
recken die bunten Krokusse
ihre Köpfe aus dem nassen Boden,
hoffend auf die ersten
wärmenden Sonnenstrahlen
um ihre ganze Pracht zu zeigen.
Diese lyrischen Zeilen stammen aus dem
Gedicht “FRÜHLINGSZEIT” von Gerhard
Ledwina.
...hoffend auf die ersten Sonnenstrahlen,
um ihre ganze Pracht zu zeigen.
Wärmende Sonnenstrahlen hat es diese
Woche wahrlich einige gegeben. Deshalb
hat dieser vorwitzige, gelbe Krokus seinen
Kopf auch aus dem Blumenbeet im Eichwald
in die Höhe gestreckt. Wunderschön ist er
anzusehen. Er hebt sich mit seiner
leuchtenden Farbe perfekt von dem
winterlichen Grüngrau ab.
Hoffentlich hat er sich nicht zu früh gezeigt.
Nächste Woche könnte es noch einmal
kälter werden. Schnee bis ins Flachland
 könnte auch möglich sein. Vielleicht wird es
 aber auch gar nicht so schlimm und der
zarte Krokus und seine zahlreichen Geschwister werden die vielen Menschen mit ihrem lieblichen Anblick
weiter erfreuen.
Die Pflanzengattung Krokus (Crocus; in der Schweiz "das Krokus"; Mehrzahl Krokusse) gehört zur Familie
der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Ihre Arten stammen aus dem Orient, Europa und Nordafrika. Es gibt
sehr viele Züchtungen, die unter dem Begriff Krokus-Hybriden zusammengefasst werden können. Sie sind in
den Parks und Gärten der gemäßigten Breiten auf der ganzen Welt anzutreffen. In Mitteleuropa werden sie
vor allem als Frühblüher in Ziergärten und Rasen gepflanzt. Crocus vernus, Crocus aureus, Crocus candidus
sind Wildarten, die in Gärten nur sehr selten vorkommen. Eine wirtschaftlich bedeutsame Krokus-Art ist der
Safran (C. sativus).
Krokusse sind ausdauernde krautige, halbwinterharte bis winterharte Geophyten, die Knollen als Überdauer-
ungsorgane ausbilden. Die wenigen (meist etwa fünf) grundständigen Laubblätter sind einfach und
parallelnervig; sie weisen fast immer einen weißlichen Mittelnerv auf. Der Blattrand ist glatt.
Die im Frühjahr oder im Herbst erscheinenden Blüten variieren stark in der Farbe, aber lila, hellviolett, gelb
und weiß sind vorherrschend. Sie stehen einzeln oder zu vielen in einem stängellosen Blütenstand mit Hoch-
blättern. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die röhrig verwachsenen Blütenhüll-
blätter stehen in zwei Kreisen; entweder sind alle gleichgestaltig oder die des inneren Kreises sind kleiner.
Es ist nur ein Kreis mit drei Staubblättern vorhanden. Die kurzen Staubfäden sind mit der Blütenröhre
verwachsen. Die Staubbeutel sind gelb, weiß oder fast schwarz. Drei Fruchtblätter bilden einen im Boden
befindlichen Fruchtknoten. Der Griffel besteht aus drei oder mehr Griffelästen. Die Bestäubung erfolgt durch
Insekten. Erst nach der Befruchtung schiebt sich die Frucht aus dem Boden. Es werden dreifächerige
Kapselfrüchte gebildet, die viele Samen enthalten.
Herbstblühende Krokusarten, deren Samenkapseln erst im folgenden Frühjahr erscheinen, können mit
Herbstzeitlosen verwechselt werden, die allerdings sechs Staubblätter aufweisen.
Text: AHA
Wie das Wetter auch wird: buehlertal-wetter.de.
Der Wetterbericht von Bühlertal als Podcast (Audio-MP3): Http://www.podcast.de/podcast/48490
Der Wetterbericht von Bühlertal als Podcast (Audio-MP3): http://podster.de/view/12738
Ein vorwitziger Krokus hat seinen Kopf durch das Winterlaub
des Blumenbetts gestreckt. Wunderschön leuchtet seine gelbe
Farbe.
 
       Foto: AHA
Ein vorwitziger Krokus hat seinen Kopf durch das Winterlaub des Blumenbetts gestreckt. Wunderschön leuchtet seine gelbe Farbe.