Bühlertal: Silbrig erhellt der volle Mond
Ein geheimnisvolles Schweigen
Man glaubt, den Atem Gottes
Diese beeindruckenden Zeilen stammen aus
dem Gedicht “GEDICHT VOLLMOND” von
Annegret Kronenberg.
Silbrig erhellt der volle Mond die dunkle
Nacht. Dunkel war es gestern nicht gerade,
höchstens etwas düster von den vielen
Wolken. Um 15:34 Uhr war Vollmond im
Sternzeichen Zwillinge. Ansonsten nichts
ungewöhnliches, da es jeden Monat einmal
einen Vollmond gibt. Aber dass gleichzeitig
eine “Totale Mondfinsternis” stattfindet, ist
nicht alltäglich. Leider war das Naturschau-
spiel bei uns aufgrund der dichten
Bewölkung nicht sichtbar.
Bei einer Mondfinsternis läuft der Mond
durch den Schatten der Erde, so dass er
von der Sonne nicht oder nur teilweise
Dieses astronomisches Ereignis tritt ein,
wenn der zur Zeit normalerweise voll beleuchtete Mond (Vollmond) derart hinter der Erde durchläuft, dass
„ihm diese in der Sonne steht.“ Er befindet sich dabei in der Nähe eines Knotens, was aber in der Regel nur
bei jedem sechsten Vollmond der Fall ist.
Im Allgemeinen werden nur diejenigen Ereignisse als Mondfinsternisse bezeichnet, bei denen der Mond vom
Kernschatten der Erde teilweise oder ganz bedeckt wird. Das Eintreten eines Monds in den Schatten eines
Planeten wird Immersion genannt. Finsternisse, bei denen er nur den Halbschatten durchläuft, sind wenig
auffällig, werden aber in der Astronomie mitgezählt.
Hier tritt der Mond im Verlauf der Finsternis vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Die maximal
mögliche Dauer der totalen Verfinsterung beträgt etwa 106 Minuten.[1] Langwelliges (rotes) Licht der
Sonne, das die Erdatmosphäre durchdringen kann und in ihren Kernschatten hinein gebrochen wird, bewirkt,
dass der Mond als sogenannter Blutmond schwach sichtbar bleibt.
Silbrig erhellt der volle Mond die dunkle Nacht. Bei dem
Vollmond gestern war es zwar nicht dunkel, aber die vielen
Wolken haben den Blick auf die gleichzeitig stattfindende
“Totale Mondfinsternis” versperrt.
Foto: Archiv